Hagener Marktbote v. 03.03.2022


GarageDie Garage muss ausgebessert werden. Sie ist der Nässe der vergangenen Jahre zum Opfer gefallen.Nach langer Pause kommt wieder Leben ins Haus Das Schullandheim in der Kollage in Mentrup-Hagen ist ein beliebter Ort für Aktivitäten von Vereinen, Verbänden, Schulen, Kindergärten und anderen Gruppen. Auch Klassenfahrten oder ein jährliches Sprachcamp für Flüchtlingskinder finden hier statt. Aufgrund der Coronapandemie konnten viele Veranstaltungen in den letzten Monaten aber nicht durchgeführt werden, bzw. mussten wieder abgesagt oder verschoben werden.

Jetzt sieht das Schullandheim aber wieder Licht am Ende des Tunnels: laut Auskunft des Kultusministeriums sind nach den Osterferien wieder mehrtägige Klassenfahrten möglich. Und weitere gute Nachrichten gibt es für die Bildungs- und Freizeiteinrichtung: Dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen können in diesem Jahr endlich durchgeführt werden. Das Schullandheim wurde in den 50ern errichtet. Seitdem ist das Gebäude natürlich sehr in die Jahre gekommen. Auch wenn durch den im Jahr 2000 gründeten Trägerverein schon einige umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen werden konnten, ist noch immer viel zu tun. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes ZILE („Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung“) stehen nun Sanierungen und Erweiterungen des Hauses an: Die sanitären Anlagen im Obergeschoss werden erweitert und für Kleingruppenarbeit und individualisierte Programmgestaltung soll ein weiterer Gruppenraum geschaffen werden. Die sachgerechte Lagerung der Geräte und des Werkzeuges erfordert einen Werk- und Arbeitsraum, der ggf. auch Besuchern zugänglich gemacht werden könnte. Auch die Isolierung der Wände gegen Nässe ist gefragt. Des Weiteren verlangen heutige Vorschriften einen eigenen Raum für das Personal. Für alle diese Maßnahmen sind die Pläne bereits erstellt. Nun wartet der Vorstand auf die Bewilligung der finanziellen Mittel, die dank der Unterstützung der Gemeinde Hagen beantragt und bezuschusst werden.

Das gesamte Kostenvolumen dieser Modernisierungsmaßnahmen beläuft sich auf 560.000 Euro. Neben der Aufarbeitung dieser „Hardware“ kann bald auch wieder mehr im Bereich „Software“, also im Bereich der Angebote und Veranstaltungen stattfinden: Obwohl manche abgesagten Klassenfahrten nicht nachgeholt werden können, ist der Belegungsplan des Schullandheims dennoch gut gefüllt. Die während der Pandemie und des Lockdowns reduzierte Mitarbeiterschaft sucht deshalb zum Frühling Verstärkung bei der Bewirtschaftung des Hauses, um allen Anfragen nach Beherbergung gerecht werden zu können. So können Groß und Klein bald wieder von dem über 25.000 Quadratmeter großen Anwesen und den wertvollen Sozialerfahrungen und Gemeinschaftserlebnissen, die dort gesammelt und erlebt werden können, profitieren.